Opernfestspiele: Premiere von „Pique Dame“ 46  |  10.07.2019 14:00

Das Who-is-Who in Heidenheim gab sich auch dieses Mal wieder die Klinke in die Hand.

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Durch die Bank sah man strahlende Gesichter bei der Premierenfeier im Schlosshof. Bei lauen Temperaturen und bis weit nach Mitternacht wurde in kleinen Grüppchen über die Inszenierung diskutiert. Heidenheims Bürgermeisterin Simone Maiwald machte dabei gleich zwei Liebeserklärungen. Die erste galt der Stadt selbst: „Das Schloss bietet den Opernfestspielen eine wunderbare Kulisse, dazu nette Menschen und gute Gespräche - das ist etwas, was diese Stadt ausmacht.“ Zudem habe sie eine große Vorliebe für das Dramatische, für die unglückliche Leidenschaft sozusagen, die bei „Pique Dame“ ja zu hören sei. Um sich ganz auf die Musik einlassen zu können, habe sie die Inszenierung teilweise mit geschlossenen Augen verfolgt. Viel Lob gab es für die Solisten, den Chor, das Orchester. Vize-Landrat Peter Polta lobte außerdem den Mut von Festspielleiter Marcus Bosch: „Es ist gut, dass er dem Publikum etwas wie ‚Pique Dame‘ zumutet.“
Festspielleiter Marcus Bosch war nicht überrascht von der begeisterten Grundstimmung im Schlosshof. Natürlich sei anfangs eine gewisse Anspannung da gewesen. Aber der Gedanke, dass die Musik am Ende immer stärker sei, habe sich über die Zeit verfestigt und sich nun ja auch bestätigt. Mit dieser Inszenierung habe man ein neues Feld abseits des Standard-Repertoires erobert und das Ansehen der Opernfestspiele auch international gestärkt.