Keine Keime mehr im Trinkwasser Neu  |  05.02.2018 12:00

Die Verkeimung im Giengener Leitungsnetz ist seit Wochen beseitigt: Deshalb heißt es jetzt wieder „Wasser marsch“ - und das ohne Schwimmbadgeruch.

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WASSER MARSCH: Das Giengener Trinkwasser muss nicht mehr behandelt werden. Insgesamt 229 Kilometer Leitung wurden regelmäßig gespült, gemessen und gechlort - das ist nun nicht mehr nötig.

WASSER MARSCH: Das Giengener Trinkwasser muss nicht mehr behandelt werden. Insgesamt 229 Kilometer Leitung wurden regelmäßig gespült, gemessen und gechlort - das ist nun nicht mehr nötig.

In 7500 Haushalten in Giengen, Hohenmemmingen und Syrgenstein, in denen das Trinkwasser seit Juli vergangenen Jahres vorsorglich gechlort wurde, heißt es nun endlich wieder: „Wasser marsch“ – und zwar ohne Schwimmbadgeruch.

Wie die Stadtwerke Giengen mitteilen, wurde die Chlorung um den Jahreswechsel eingestellt. „In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt haben wir in den vergangenen Wochen sogenannte Nachproben genommen. Die Befunde waren einwandfrei, somit können nun alle unsere Giengener Kunden wieder auf ungechlortes, natürliches Trinkwasser zugreifen“, sagt Bernd Olschewski, Pressesprecher bei den Stadtwerken.
Dass die Chlorung über einen solch langen Zeitraum – insgesamt ein halbes Jahr – lief, lag daran, dass die gemessenen Keime in einer nur sehr geringen Dosierung festgestellt worden waren und sich die Lokalisierung entsprechend schwierig gestaltete. Alle 16 Zonen mit einer insgesamt 229 Kilometer langen Wasserleitung wurden regelmäßig gespült, gemessen und gechlort – so lange, bis etwas gefunden wurde. „Was wir sicher sagen können, ist, dass das Problem auf eine Netzverkeimung zurückzuführen war und nichts von außen in die Leitungen gelangt ist. Die Tiefbrunnen waren nicht betroffen“, so Olschewski.
„Um diese Verkeimung einzugrenzen und zu beheben, war eine lange Spülung und Chlorung des gesamten Netzes notwendig“, so Olschewski. Allerdings sei die mit dem Gesundheitsamt abgestimmte Dosierung von 0,1 mg pro Liter für den menschlichen Organismus absolut unbedenklich gewesen – „das entspricht den Werten, mit denen andere Stadtwerke dauerhaft chloren.“
Unabhängig davon, ob gechlort wird oder nicht, seitens der Stadtwerke wird laufend kontrolliert. Während laut Trinkwasserverordnung pro Jahr 15 Trinkwasserproben genommen werden müssen, waren es bei den Stadtwerken im Vorjahr ganze 170 Kontrollen – normalerweise liegt der Wert für das Giengener Netz bei rund 85 Proben pro Jahr.Joelle Reimer