„Unschlagbare Sprachen-Kombi“ 25  |  04.02.2018 16:00

Schüler der Bühlschule, der Robert-Bosch-Realschule und des Margarete-Steiff-Gymnasiums Giengen lernen in einer Arbeitsgemeinschaft Russisch.

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AUS DREI SCHULEN KOMMEN DIE TEILNEHMER: Lehrer Mikhail Aronikov (links) leitet eine Russisch-AG an der Giengener Bühlschule, 17 Schüler der Klassen fünf bis zehn nehmen teil.

AUS DREI SCHULEN KOMMEN DIE TEILNEHMER: Lehrer Mikhail Aronikov (links) leitet eine Russisch-AG an der Giengener Bühlschule, 17 Schüler der Klassen fünf bis zehn nehmen teil.

In Giengen wird seit einem halben Jahr schulübergreifend Russisch gelernt: „Mit großem Interesse nehmen die Schüler die neue Russisch-AG wahr“, freut sich Mikhail Aronikov, der seit diesem Schuljahr an der Bühlschule und am Margarete-Steiff-Gymnasium (MSG) unterrichtet und die AG betreut.
Nicht nur Schüler der veranstaltenden Bühlschule nehmen an der AG teil. Die Hälfte der 17-köpfigen Lerngruppe besteht aus Jugendlichen, die das Margarete-Steiff-Gymnasium oder die Robert-Bosch-Realschule besuchen. Die Schüler, die sich für den Sprachkurs interessieren, kommen aus den Klassen fünf bis zehn. Alle lernen zusammen in einer Gruppe, die Motive der Schüler sind ganz unterschiedlich: Neben Kindern mit russischsprachigem Hintergrund ist die Mehrzahl der Gruppe laut Aronikov an der neuen Schrift und der „geheimnisvoll klingenden Sprache“ interessiert. Viele möchten aber auch gezielt eine Besonderheit in ihrem Lebenslauf haben: Englisch und Französisch gehören zum Repertoire fast jedes Schülers, aber „Russisch als Fremdsprache fällt auf“, sagt Aronikov.
Aber auch die Freude an Neuem motiviert, wie eine Teilnehmerin sagt: „Ich spreche auch Türkisch und zusammen mit Russisch habe ich dann eine unschlagbare Sprachen-Kombi.“
Aronikov selbst hat in Konstanz die Fächer Russisch, Deutsch und Philosophie auf Lehramt studiert. Der 28-Jährige ist zweisprachig mit Deutsch und Russisch aufgewachsen und findet: „Gerade heute werden Russisch-Experten und solche, die es werden wollen, mehr denn je gebraucht, um in den Dialog zu kommen.“
Neben der Sprache steht im Unterricht natürlich auch die oft unbekannte Kultur Osteuropas auf dem Lehrplan. „Das gehört zum Lernen einer Sprache einfach dazu“, so Aronikov.