Vortrag zum Tabuthema „Blut im Urin“ 64  |  12.04.2019 15:00

Dr. Robert Hefty, Chefarzt der Klinik für Urologie am Heidenheimer Klinikum, sprach vor 140 Interessierten im Paulusgemeindehaus.

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„Alarmzeichen Blut im Urin“: über dieses von vielen Betroffenen häufig unterdrückte Tabuthema sprach Dr. Robert Hefty, Chefarzt der Klinik für Urologie im Klinikum Heidenheim, vor einigen Tagen im Heidenheimer Paulusgemeindehaus. Mehr als 140 Interessierte sind der Einladung des Heidenheimer Klinikums, der AOK Ostwürttemberg und der Heidenheimer Zeitung gefolgt.
AOK-Geschäftsführer Josef Bühler freute sich bei seiner Begrüßung über das große Interesse. Da die Zahl urologischer Tumorerkrankungen in Zukunft zunehmen werde, komme der Aufklärung über „Blut im Urin“ sehr große Bedeutung zu. Er appellierte dazu, wahrnehmbare Veränderungen nicht zu vernachlässigen.
„Fast 300 000 Menschen erleben jährlich Unregelmäßigkeiten beim ‚Wasserlassen‘“, so Klinikums-Chefarzt Dr. Robert Hefty. Eine Vielzahl von Erkrankungen wie Infektionen, Blasensteine, Prostatavergrößerungen oder Nierenerkrankungen können Auslöser dafür sein.
Ausführlich erläuterte er die Ursachen von Infektionen der unteren und oberen Harnwege, informierte über Blasen-, Harn- und Nierensteine sowie weitere Ursachen für Blut im Urin. Er vergaß aber auch nicht, auf Nahrungsmittel einzugehen, die eine rötliche Verfärbung im Urin verursachen.
Leider zunehmend und häufiger als angenommen sei die Zahl der Tumorerkrankungen der Blase. Fast 30 000 Menschen erkranken jedes Jahr daran. Symptome wie Blut im Urin gelten daher als dringendes Warnzeichen, einen Urologen zur Abklärung aufzusuchen.
Ausführlich gab er einen Überblick über die modernen Instrumente der Urologie auf dem Schlossberg, die umfassende Rundum-Diagnosen ermöglichen, damit nichts übersehen wird. Moderne Systeme bilden auch die Voraussetzungen, um heutzutage mehr und mehr organerhaltende Operationsverfahren durchzuführen.