Das sind die beliebtesten Hunderassen in Deutschland 25  |  12.02.2020 14:00

Es sind dieselben zehn, nur die Reihenfolge ist minimal verändert: Die Statistik der beliebtesten Hunderassen der Deutschen für das Jahr 2019 weicht nur in kleinen Details von der Liste des Vorjahres ab.

Bilder

Foto: Stock.adobe.com/ Erik Lam

Auch in diesem Jahr hat die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, auf Basis der Neuregistrierungen des Vorjahres die beliebtesten Hunderassen der Deutschen ermittelt.
Unverändert ist der Anfang der Top-10-Liste: Ganz oben stehen mit weitem Abstand die Mischlinge mit mehr als 91.000 Neuregistrierungen im Jahr 2019. Erst dann folgen die Rassehunde, bei denen der Labrador Retriever mit mehr als 20.000 Neuregistrierungen seine Nase auch in diesem Jahr wieder vorne hat.
Platz 3 belegt der Deutsche Schäferhund mit rund 13.000 Neuanmeldungen. Die erste Veränderung gibt es auf Platz 4. Hier musste der Chihuahua der Französischen Bulldogge Platz machen und rutschte auf Platz 5. Platz 6 besetzt der Australian Shepherd (Vorjahr Platz 7). Auf Platz 7 liegt der Golden Retriever (Vorjahr Platz 8). Den diesjährigen Platz 8 nimmt der Jack Russell Terrier ein (Vorjahr Platz 6). Es folgen Yorkshire Terrier und Havaneser, die wie auch schon 2018 die Plätze 9 und 10 belegen.
 
Die Top-10 in der Übersicht:
1. Mischling 91.546
2. Labrador Retriever 21.114
3. Deutscher Schäferhund 13.005
4. Französische Bulldogge 12.346
5. Chihuahua 12.042
6. Australian Shepherd 6.816
7. Golden Retriever 6.685
8. Jack Russell Terrier 6.274
9. Yorkshire Terrier 4.803
10. Havaneser 4.290
 
Vielfalt ist Trumpf
Aus Tierschutzsicht begrüßt TASSO eine breite Vielfalt der Rassen und wünscht sich, dass nicht einzelne Rassen zu Trendhunden werden. Denn das fördere zum einen den illegalen Welpenhandel und führe zum anderen oft dazu, dass bestimmte Rassen unter der intensiven Zucht leiden könnten. TASSO-Leiter Philip McCreight erklärt: "Steigt die Nachfrage nach einzelnen Rassen plötzlich massiv an, können seriöse Züchter die Nachfrage kaum befriedigen. Das öffnet Verbrechern Tür und Tor. Sie verkaufen zu junge und oft kranke Welpen von unseriösen Vermehrern, die häufig im Ausland tätig sind."
Die Tiere würden unter erbärmlichen Umständen gehalten, nicht medizinisch versorgt und seien häufig schlecht sozialisiert. Nicht selten würden sie krank, kaum dass sie in Deutschland bei ihrer neuen Familie sind. Daher rät TASSO Menschen, die sich entschieden haben, einen Hund aufzunehmen, sich im ersten Schritt im Tierschutz nach einem neuen Gefährten umzusehen.
Für den Fall, dass es unbedingt ein Rassewelpe sein soll, gibt TASSO im Rahmen seines Projektes "Wühltischwelpen - Nein danke!" Tipps für den Welpenkauf: www.tasso.net/Tipps-fuer-den-Welpenkauf
Besonders bei Tieren, die zuchtbedingt unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, wäre es wünschenswert, so TASSO, dass der Trend zu entsprechenden Rassen nicht weiter fortgeführt wird. Eines der großen Probleme sei die Brachycephalie, also die Kurzköpfigkeit, die auch Rassen (Französische Bulldogge, Chihuahua) betrifft, die in der Top-10-Liste zu finden sind. Wegen der Form ihres Schädels können die Tiere unter verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden. Besonders gravierend sei hier die Behinderung der Atmung, da die Tiere durch die Verengung der oberen Atemwege besonders unter Anstrengung oder bei hohen Temperaturen nicht ausreichend Luft bekämen. Zwar züchten einige Züchter die Tiere, beispielsweise den Mops (aktuell Platz 19) mittlerweile wieder so, dass er freier atmen kann und seine Schnauze zurückerhält, doch leider sei dies noch lange nicht die Mehrheit, beobachtet Philip McCreight die Entwicklung mit Sorge.
Die Statistiken für das Jahr 2019 und für die Vorjahre finden Sie unter www.tasso.net/hunderassen. Datengrundlage sind die im Jahr 2019 beziehungsweise in den früheren Jahren bei TASSO erfolgten Neuregistrierungen. pm/Tasso e.V.