Natur statt Plastik in die Stube Neu  |  29.11.2019 16:00

Nur das beste zum Fest der Feste: Das PEFC-Siegel garantiert zertifizierte Nachhaltigkeit auch beim Weihnachtsbaum.

Bilder
zur Bildergalerie

An Heiligabend gehört er in unseren Wohnzimmern zur Familie: der Weihnachtsbaum. Und alle Jahre wieder machen sich viele Menschen Gedanken darum, woher der perfekte Weihnachtsbaum kommen soll.
Das Argument „Nachhaltigkeit“ rückt dabei für viele Verbraucher auch beim Weihnachtsbaum in den Fokus, nicht zuletzt aufgrund der Diskussionen um den Klimawandel und seine Auswirkungen. Während sich der Großteil der Deutschen für eine Nordmanntanne aus dem Wald oder aus einer Weihnachtsbaumkultur entscheidet, werden seit einigen Jahren auch Bäume aus Plastik angeboten. Manche Verbraucher sehen in der Wiederverwendbarkeit und der genormten Form der Kunststofftannen Vorteile, allerdings gehen diese zu Lasten der Umwelt.
„Studien zeigen, dass künstliche Tannen – je nach Herstellung und Produktionsland – 17 bis 20 Jahre verwendet werden müssten, bis sie sich ökologisch amortisiert haben. Jedoch setzen sie über die Jahre Staub an und verblassen, sodass sie wesentlich früher auf dem Müll landen“, gibt Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender der Waldschutzorganisation PEFC Deutschland, zu bedenken. „Natürlich gewachsene Weihnachtsbäume aus der Region haben deshalb nicht nur eine bessere Ökobilanz, sondern sind auch nachhaltiger als Plastiktannen.“
Echte Weihnachtsbäume besitzen noch weitere Vorteile. In den acht bis zwölf Jahren, in dem der Baum wächst, speichert er bereits große Mengen an klimaschädlichem CO2. Bei der Produktion eines künstlichen Baumes dagegen entsteht Kohlendioxid.
Für viele Familien zählt das Aussuchen, Schlagen und Schmücken des Weihnachtsbaumes außerdem zu einem beliebten und festen Weihnachtsritual. Auf den wohlriechenden Duft echter Nadeln möchten viele Bundesbürger ebenfalls nicht verzichten.
Um das Klima zusätzlich zu schonen, sollten Verbraucher ihren Weihnachtsbaum so regional wie möglich kaufen, also direkt beim Förster oder auf dem Hof eines Erzeugers. Dies spart lange Transportwege und Treibstoffemissionen, außerdem hilft der Kauf vor Ort den Waldbesitzern in der Region. Durch die Erlöse können sie Neupflanzungen vornehmen und damit den Dürreschäden der letzten Sommer begegnen.
Apropos: Trotz Trockenheit und Borkenkäferbefall stehen wieder genügend Weihnachtsbäume aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Die meisten Bäume, die heuer geerntet werden, sind acht Jahre und älter und haben dank ihrer gut ausgebildeten Wurzeln den Sommer gut überstanden. Sie wachsen auf besonders umsorgten Flächen, die extra für die Weihnachtssaison angelegt wurden.
Egal, wo man seinen Baum kauft, der Baum sollte immer aus nachhaltiger Erzeugung stammen. Verbraucher erkennen dies unter anderem am PEFC-Siegel. Anders als auf herkömmlichen Weihnachtsbaumplantagen wird in PEFC-zertifizierten Kulturen der Einsatz von Düngemitteln und Herbiziden weitestgehend reduziert.
Weihnachtsbäume im Topf sind zwar eine schöne Idee, in der Praxis jedoch kaum empfehlenswert. Die Erfahrung zeigt, dass viele Bäume den Wechsel vom Topf in den Boden nach Weihnachten nicht oder nicht ohne Schäden überleben. Wer den Versuch dennoch wagen möchte, sollte einen Baum kaufen, der bereits im Topf gezüchtet wurde und sicherstellen, dass die Pfahlwurzel nicht verletzt ist - dann hat man auch die Chance, dass das Bäumchen im Garten heimisch wird.