Räumen und Streuen ist Pflicht 18  |  02.01.2020 10:00

Auch wenn es vielen überhaupt keinen Spaß macht: Die Gehwege müssen in der kalten Jahreszeit von Eis und Schnee befreit werden.

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MORGENSTUND HAT SCHNEE IM MUND: Auch wenn’s keinen Spaß macht – die Gehwege müssen freigehalten werden. Genau geregelt ist das in der städtischen Räum- und Streupflicht.

MORGENSTUND HAT SCHNEE IM MUND: Auch wenn’s keinen Spaß macht – die Gehwege müssen freigehalten werden. Genau geregelt ist das in der städtischen Räum- und Streupflicht.

Foto: WDnet Digital Creation Studio

Die städtische Räum- und Streupflicht besagt, dass Gehwege und Treppen um das eigene Grundstück freizuhalten sind. Grundsätzlich gilt: Die öffentlichen Gehwege entlang der Grundstücksgrenze müssen von den Anliegern mindestens auf einen Meter Breite geräumt werden. Die Gehwege müssen werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr geräumt und gestreut sein. Diese Pflicht endet um 21 Uhr.
Häufig gibt es Diskussionen darüber, weshalb Streusalz beim Winterdienst eigentlich verboten, im Handel aber trotzdem erhältlich ist. Grund ist vor allem der Schutz der Tiere und Pflanzen. Über den Boden gelangt das Salz nämlich in die Pflanzen und verändert deren Nährstoffhaushalt. Für Haustiere – vor allem Hunde – birgt das Salz aufgrund der Reibung beim Gehen die Gefahr von Entzündungen an den Pfoten. Besser geeignet ist abstumpfendes Material wie Splitt, Sand und Asche. Umweltfreundliche Produkte sind mit dem Umweltkennzeichen versehen.
Wintereinbrüche kommen oftmals überraschend. Wenn dann plötzlich über Nacht die Temperaturen von zehn Grad plus auf minus zwei Grad fallen, stehen viele morgens ohne Streugut da. Vorsorge ist also ratsam, so der Hinweis der Stadtverwaltung. Denn es besteht eine aktive Streu- und Räumpflicht für Eigentümer und Grundstücksbesitzer. Oftmals sind auch Mieter davon betroffen, denn die schwäbische Kehrwoche schließt normalerweise auch den Winterdienst ein.
Für den Winterdienst auf den Heidenheimer Straßen sind die Städtischen Betriebe zuständig. Ihr Einsatzwerkzeug reicht von der Schneeschippe bis zum Schneepflug. Vor allem bei starkem Schneefall müssen Prioritäten gesetzt werden. Grundsätzlich werden zunächst verkehrswichtige und gefährliche Straßen geräumt. Nach den Durchgangs- und Hauptstraßen sind Nebenstraßen, Anliegerwege und Gassen an der Reihe.
Im vergangenen Jahr war der städtische Winterdienst 7818 Stunden lang im Einsatz. Dabei wurden bei 85 Einsätzen 329 000 Liter Sole auf den Straßen verteilt und 110 Tonnen Splitt gestreut.
Alle Informationen zu den Regelungen in Heidenheim findet man unter www.heidenheim.de.